Am 5.01.1921 wird Friedrich Dürrenmatt in Konolfingen bei Bern geboren. Sein Vater, Reinhold Dürrenmatt, war protestantischer Pfarrer dieser kleinen Gemeinde.

Vermutlich aus finanziellen Gründen zieht die Familie 1935 nach Bern um.

Seine erste Reise nach Deutschland unternimmt er zusammen mit seinem Vater im Jahr 1937. Die Reiseeindrücke des Sechzehnjährigen haben in der erfundenen Lebensgeschichte von Kommissär Bärlach in Der Richter und sein Henker vermutlich ihren Niederschlag gefunden.

1938 muss Dürrenmatt das Freie Gymnasium Bern wegen schlechter Noten und mangelhaftem Betragen verlassen. Er wird auf eine Privatschule geschickt, wo er im Jahr 1941 die „Maturitätsprüfung“ (wir würden heute Abitur dazu sagen) erfolgreich ablegt.

Noch im gleichen Jahr beginnt er mit dem Studium der Germanistik (Anm:...das ist eine sehr intensive Auseinandersetzung mit den Dingen, die uns im Fach Deutsch manchmal so „erfreuen“...) in Bern .

Um das Jahr 1943 bricht er sein Studium ab, nachdem er mit ersten schriftstellerischen Arbeiten Erfolg hat. Sein erstes Theaterstück, Es steht geschrieben, wird 1947 uraufgeführt.

Ärzte stellen eine infektiöse Hepatitis und später Diabetes fest, was von nun an seinen Gesundheitszustand zeitlebens belasten sollte.

1947 heiratet er die Schauspielerin Lotti Geissler. Das Paar zieht nach Schernelz / Ligerz am Bieler See.

Die Jahre bis 1952 waren finanziell schwierig für Dürrenmatt und seine bald fünfköpfige Familie.

Seine Auftragsarbeiten für Tageszeitungen bringen Dürrenmatt dazu, neben Theaterarbeiten, eigentlich mehr der finanziellen Not gehorchend, Kriminalromane zu schreiben.

1949 beginnt er mit der Arbeit an dem Kriminalroman der Richter und sein Henker.

Viele Quellen, die wir im Internet recherchiert haben, waren sich darüber einig, dass Dürrenmatts in der Tageszeitung Der Beobachter erstveröffentlichte (Fortsetzungs-) Kriminalromane als „Initialzündung“ für die späteren Bühnenerfolge Der Besuch der alten Dame, Die Physiker etc. angesehen werden können.

Die 1950 geschaffene Figur des „Kriminalkommissär“ Bärlach „lebt“ übrigens tatsächlich - wie in Der Richter und sein Henker erzählt - noch ein weiteres Jahr, um 1951 in Dürrenmatts nächstem Kriminalroman Der Verdacht noch einmal aufzutauchen.

Ende der 50er und in den 60er Jahren gelangt er mit seinen Arbeiten zu Weltruhm. Viele Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland würdigen von da an sein schriftstellerisches Werk.

1975 arbeitet er sehr intensiv bei der Regieberatung, Drehbuchgestaltung und in einer Nebenrolle an der Verfilmung seines zu diesem Zeitpunkt schon ein Vierteljahrhundert alten Romans Der Richter und sein Henker mit.

1982 schreibt er seine letzte Komödie: „Achterloo“.

Seine Ehefrau stirbt im darauffolgenden Jahr.

1984 heiratet der Witwer die Schauspielerin, Filmemacherin und Journalistin Charlotte Kerr. Das Ehepaar veröffentlicht gemeinsam den Film Portrait eines Planeten sowie verschiedene Theaterstücke.

Am 14. Dezember 1990 stirbt Friedrich Dürrenmatt in Neuchatel an den Folgen eines Herzinfarkts.