Eifrige James Bond – Fans kennen das:

Die aufregenden Schauplätze auf der ganzen Welt, an denen der Agent „mit der Lizenz zum Töten“ die bösartigsten Schurken verfolgt, machen seine Abenteuer trotz fantastischster Geheimwaffen irgendwie „echt“. 

Keine ARD -Tatort-Serie wäre denkbar, ohne eine größere deutsche Stadt, in der ihre mehr oder weiniger originellen Ermittler leben und arbeiten.

Tatsächlich vorhandene, bekannte Orte machen eine erfundene Handlung sehr wahrscheinlich und genau darauf kommt es gerade in einem Krimi sehr an.

Als Dürrenmatt 1950 aus purer Geldnot Der Richter und sein Henker schrieb, war er wie jeder andere Krimi-Autor auch, darum bemüht, seine Geschichte möglichst realistisch zu gestalten. Was lag für Dürrenmatt näher, als seine eigene Heimat als Hintergrund für die Handlung zu wählen?

Der Fundort der Leiche Schmieds auf dem Weg nach Twann und Gastmanns Haus in Lamboing sind nur wenige Kilometer von Schernelz, Dürrenmatts Wohnort, entfernt.

Die gute Ortskenntnis des Autors hat in dem Roman allerdings weit mehr Funktionen als die Wahrscheinlichmachung der Handlung oder möglichst korrekte Beschreibungen der Schauplätze:

 

 

 
 
Verräterische Route


 
 
Raum und Zeit

 
Heimat und ein
Hauch von Welt 

 
Schauplatzimpressionen
aus dem Kunstunterricht