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24. Juni 2008: Einweihung des neuen Hauptschulhofes

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Artikel mit freundlicher Genehmigung der Badischen Zeitung (Foto: Eberhard Weiß)


Der neue Hauptschulhof

Schüler bringen ihre Ideen mit ein
Der Schulhof des Hauptschulteiles der Kastelbergschule ist fertig / Zwischen Neubau und Kastelberghalle
Von unserem Mitarbeiter Eberhard Weiß

WALDKIRCH. Der neue Schulhof für den Hauptschulteil der Kastelbergschule wurde nach langer Überlegungs-, Planungs- und Bauphase jetzt offiziell in Betrieb genommen.

Begonnen hatten die Überlegungen zu den einzelnen Schulhöfen schon mit den Planungen zur Ganztagsschule. Wo sollten sie hinkommen? Mit der Stadtverwaltung konferierte die Schule, mit dem Bauamt. Danach wurde die "zündende Idee" umgesetzt: Alle 440 Schüler der Kastelbergschule wurden über die Lage und die Ausgestaltung der künftigen Schulhöfe befragt. Jeder Schüler, ob Erst- oder Zehntklässler durfte seine Meinung äußern, Wünsche oder Forderungen aufschreiben. Dann wählten die Klassen ihre "Delegierten" , die in einer Delegiertenversammlung die Klassenmeinungen vortrugen. Da waren neben Schülern die Eltern vertreten, der Schulträger und der Förderverein, die Schulleitung und die Schülermitverantwortung.

Die Pädagogische Ideenwerkstatt "Bagage" hörte ebenfalls zu. Sie war es auch, die die Meinungen bündelte und mit ihren Architekten einen baufähigen Plan erstellten. Eindeutig der Wunsch aller Klassen: Es soll einen Schulhof für die Grundschule und einen davon getrennten für die Hauptschule geben. Der Entwurf von "Bagage" wurde ebenfalls wieder von allen besprochen, erst danach in Kooperation mit dem Bauamt die Arbeiten festgelegt, welche die Schüler selbst ausführen und welche das Bauamt und die Technischen Betriebe übernehmen. Ein genauer Zeitplan wurde erstellt; "Bagage" achtete darauf, dass die Schüler nur ihnen gerechte Arbeiten — und das waren dennoch eine ganze Menge — ausführen. Hilfe bekamen sie von Auszubildenden der Firma Faller. Eine freiwillige Arbeitsgruppe mit Simone Drews kümmerte sich um die künstlerische Ausgestaltung mit Farbe, die Anordnung der Pflastersteine in Wellen über dem verdeckten Kanal. Im Mittelpunkt des Schulhofes gibt es drei Hügel. Eine Weidenlaube entstand, ein gemauerter Raumteiler, drei Kutscher- und weitere Steinsitze. Ein schöner schattenspendender Baum blieb stehen. — Ein "Entspannungsbereich" ohne Spielgeräte, so hatten es sich die Hauptschüler gewünscht.

Symbolisch wurde von einigen Schülern und Rektor Thomas Kanstinger in Anwesenheit der Hauptschüler aus den Klassen 5 bis 8 (die Klassen 9 und 10 waren in der Prüfung) ein Band durchschnitten und damit der Pausenhof offiziell frei gegeben. Pfarrer Traugott Schillinger sprach Segensworte und Gebete, Bürgermeisterstellvertreter Bernd Zickgraf überbrachte die guten Wünsche des Bürgermeisters und der Stadt, Ausbildungsleiter Herbert Grünwald die der Firma Faller. Vom Förderverein gab’s zur Feier des Tages für alle alkoholfreie Erdbeerbowle.

Laut Manfred Wikelski, Leiter der Abteilung Hochbau des Stadtbauamtes, kostete der Hauptschul-Schulhof rund 50 000 Euro. Zwischenzeitlich haben auch die Arbeiten am Grundschulhof begonnen. Auch hier hat "Bagage" einen Plan entwickelt, der, den Grundschülern entsprechend und von diesen auch gewünscht, einen größeren Bewegungs- und Spielbereich umfasst. Sowohl Eltern als auch der Förderverein helfen mit.

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