Artikel mit freundlicher Genehmigung der Badischen Zeitung (Foto: Eberhard Weiß)

Schüler
bringen ihre Ideen mit ein
Der Schulhof des
Hauptschulteiles der Kastelbergschule ist fertig
/ Zwischen Neubau und Kastelberghalle
Von
unserem Mitarbeiter Eberhard Weiß
WALDKIRCH.
Der neue Schulhof für den Hauptschulteil der
Kastelbergschule wurde nach langer Überlegungs-,
Planungs- und Bauphase jetzt offiziell in
Betrieb genommen.
Begonnen hatten die Überlegungen zu den
einzelnen Schulhöfen schon mit den Planungen zur
Ganztagsschule. Wo sollten sie hinkommen? Mit
der Stadtverwaltung konferierte die Schule, mit
dem Bauamt. Danach wurde die "zündende Idee"
umgesetzt: Alle 440 Schüler der Kastelbergschule
wurden über die Lage und die Ausgestaltung der
künftigen Schulhöfe befragt. Jeder Schüler, ob
Erst- oder Zehntklässler durfte seine Meinung
äußern, Wünsche oder Forderungen aufschreiben.
Dann wählten die Klassen ihre "Delegierten" ,
die in einer Delegiertenversammlung die
Klassenmeinungen vortrugen. Da waren neben
Schülern die Eltern vertreten, der Schulträger
und der Förderverein, die Schulleitung und die
Schülermitverantwortung.
Die Pädagogische Ideenwerkstatt "Bagage" hörte
ebenfalls zu. Sie war es auch, die die Meinungen
bündelte und mit ihren Architekten einen
baufähigen Plan erstellten. Eindeutig der Wunsch
aller Klassen: Es soll einen Schulhof für die
Grundschule und einen davon getrennten für die
Hauptschule geben. Der Entwurf von "Bagage"
wurde ebenfalls wieder von allen besprochen,
erst danach in Kooperation mit dem Bauamt die
Arbeiten festgelegt, welche die Schüler selbst
ausführen und welche das Bauamt und die
Technischen Betriebe übernehmen. Ein genauer
Zeitplan wurde erstellt; "Bagage" achtete
darauf, dass die Schüler nur ihnen gerechte
Arbeiten — und das waren dennoch eine ganze
Menge — ausführen. Hilfe bekamen sie von
Auszubildenden der Firma Faller. Eine
freiwillige Arbeitsgruppe mit Simone Drews
kümmerte sich um die künstlerische Ausgestaltung
mit Farbe, die Anordnung der Pflastersteine in
Wellen über dem verdeckten Kanal. Im Mittelpunkt
des Schulhofes gibt es drei Hügel. Eine
Weidenlaube entstand, ein gemauerter Raumteiler,
drei Kutscher- und weitere Steinsitze. Ein
schöner schattenspendender Baum blieb stehen. —
Ein "Entspannungsbereich" ohne Spielgeräte, so
hatten es sich die Hauptschüler gewünscht.
Symbolisch wurde von einigen Schülern und Rektor
Thomas Kanstinger in Anwesenheit der
Hauptschüler aus den Klassen 5 bis 8 (die
Klassen 9 und 10 waren in der Prüfung) ein Band
durchschnitten und damit der Pausenhof offiziell
frei gegeben. Pfarrer Traugott Schillinger
sprach Segensworte und Gebete,
Bürgermeisterstellvertreter Bernd Zickgraf
überbrachte die guten Wünsche des Bürgermeisters
und der Stadt, Ausbildungsleiter Herbert
Grünwald die der Firma Faller. Vom Förderverein
gab’s zur Feier des Tages für alle alkoholfreie
Erdbeerbowle.
Laut Manfred Wikelski, Leiter der Abteilung
Hochbau des Stadtbauamtes, kostete der
Hauptschul-Schulhof rund 50 000 Euro.
Zwischenzeitlich haben auch die Arbeiten am
Grundschulhof begonnen. Auch hier hat "Bagage"
einen Plan entwickelt, der, den Grundschülern
entsprechend und von diesen auch gewünscht,
einen größeren Bewegungs- und Spielbereich
umfasst. Sowohl Eltern als auch der Förderverein
helfen mit.
