„Hereinspaziert, hereinspaziert“ tönte es seit Tagen durch die Flure und Klassenzimmer der Kastelbergschule. Eifrig übten alle Kinder der Grundschule das Zirkuslied, welches die große Zirkusaufführung am Freitagnachmittag eröffnen sollte.
Eine ganze Woche lang verwandelte sich die Kastelbergschule in eine Zirkusschule und die Kinder in Artistinnen und Artisten, Clowns und Zauberer, wilde Tiere und starke Mädchen. Schon am Montag wehte ein Hauch Zirkusluft durch die Gänge, als alle Zirkusgruppen sich in der Kastelberghalle trafen, zum ersten Mal, den Zirkusschrei ausprobierten und noch nicht ganz textsicher das Zirkuslied sangen. In den Gruppen wurden dann erste Kunststücke ausprobiert, noch etwas zurückhaltend an Geräten und mit verschiedenen Objekten geturnt und geübt und vorsichtig erste lustige Theaterspiele durchgeführt. Schon am Dienstag hatte sich so etwas wie Routine eingespielt. Als die Zirkuspädagogen die Kinder mit “Guten Morgen Artisten“ begrüßten, war von Unsicherheit nichts mehr zu spüren, die Kinder waren kaum zu bremsen und wollten weiter an ihren Tricks und Nummern üben. So schwebten schillernde Seifenblasen durch die Luft, Jonglierbälle und Diabolos rollten herum, die Seilspringgruppe hüpfte wild durch die Halle und man musste aufpassen, dass man nicht von einem Kind auf einem großen Ölfass überrollt oder von einem wilden Tier gefressen wurde.




